Die deutsch-französische Abschlusstagung des Projekts „Brücke für die Zukunft / Pont pour l’avenir“ fand am 28. und 29. November 2025 im Kulturzentrum Art’Rhena, Vogelgrun, statt. Sie brachte Projektbeteiligte, Wissenschaftler:innen, Pädagog:innen, Künstler:innen sowie Interessierte aus Deutschland und Frankreich zusammen.
Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung wurden die Ergebnisse des Projekts vorgestellt und diskutiert. Im Mittelpunkt standen die grenzüberschreitende Erinnerungskultur, innovative Formen historisch-politischer Bildungsarbeit sowie aktuelle Forschungen zur Deportations- und Annexionsgeschichte in Baden und im Elsass.
Programm (Kurzfassung)
Panel 1: Rückblick auf die Projektteile „Biografie“ und „Tanz“
Das Panel widmete sich den Erfahrungen und Perspektiven der deutsch-französischen Zusammenarbeit in der historisch-politischen Bildungsarbeit. Vorgestellt wurden die kreativen Methoden und Ergebnisse der beteiligten Schulklassen und Projektpartner.
Panel 2: Erinnerungskultur am Beispiel des Projekts „Memorial“
Diskutiert wurden Möglichkeiten und Herausforderungen zeitgemäßer Erinnerungsarbeit im öffentlichen Raum sowie die im Projekt entwickelten Formen des deutsch-französischen Gedenkens.
Panel 3: Aktuelle Forschung zur Deportations- und Annexionsgeschichte in Baden und im Elsass
Historiker präsentierten neue Forschungsergebnisse und diskutierten offene Fragen zur nationalsozialistischen Verfolgungs-, Deportations- und Besatzungspolitik in der Oberrheinregion.
Die Abschlusstagung bot Gelegenheit, die Ergebnisse der einzelnen Projektbereiche miteinander in Beziehung zu setzen und Perspektiven für die zukünftige deutsch-französische Erinnerungs- und Bildungsarbeit zu entwickeln.
Abendprogramm Szenische Lesung
Den kulturellen Abschluss der Tagung bildete am 29. November 2025 die szenische Lesung „In der Mitte des Netzes“ des Stuttgarter Studio Theaters. Im Mittelpunkt stand der Briefwechsel zwischen dem Widerstandskämpfer Helmuth James Graf von Moltke und seiner Frau Freya von Moltke.
Die Aufführung war zugleich Teil des Erinnerungsjahres „80 Jahre Kriegsende und Frieden“ in der Grenzregion Breisach–Vogelgrun. Sie erinnerte an die Verbindungen innerhalb des deutschen Widerstands gegen den Nationalsozialismus, zu denen auch der in Biesheim geborene Widerstandskämpfer Julius Leber gehörte.