Die Breisacher Rheinbrücke bildete den historischen Ausgangspunkt des Projekts. Gleichzeitig stand der Titel für vielfältige symbolische Brücken: zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen Generationen, zwischen Erinnerung und Gegenwart sowie zwischen unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven.

Junge Menschen in Baden und im Elsass setzten sich mit der Geschichte und Gegenwart der Oberrheinregion und ihrer Bewohner auseinander. Dabei kamen unterschiedliche Zugänge zum Einsatz – von historischer Forschung und innovativer Biografiearbeit bis hin zu nonverbalen Formen der Auseinandersetzung durch Tanz.

Im Mittelpunkt standen Menschen, die von nationalsozialistischem Unrecht betroffen waren. Ihre Lebensgeschichten bildeten den Ausgangspunkt für Begegnung, Erinnerung und gemeinsames Lernen über Grenzen hinweg.

Das Projekt wurde im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen. Die auf dieser Website dokumentierten Ergebnisse, Materialien und Beiträge bleiben weiterhin öffentlich zugänglich und laden dazu ein, die entstandenen deutsch-französischen Verbindungen und Erinnerungsräume weiterzuentdecken.

Aktuelles

MEMORIAL

Im Oktober 1940 wurden mehr als 5.600 badische Jüdinnen und Juden in sieben Zügen von Freiburg aus über die Breisacher Eisenbahnbrücke in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert. Das Teilprojekt MEMORIAL ging der Frage nach, wie an diese Menschen erinnert werden kann. Zugleich beschäftigte es sich mit weiteren Gruppen, die unter dem NS-Unrecht gelitten haben, sowie mit der Bedeutung der Erinnerungen an die kriegerischen Ereignisse und leidvollen Erfahrungen in Baden und im Elsass zwischen 1870 und 1945.

DSC02995


TANZ

BIOGRAFIEARBEIT

Französische und deutsche Schulklassen wurden eingeladen, Biografien zu erarbeiten von Menschen, die unter dem             NS-Unrecht gelitten haben: bekannte und unbekannte Lebensgeschichten aus der nächsten oder ferneren Umgebung. Es ging um elsässische und badische Kämpfer:innen des Widerstands, Sinti:zze und Rom:nja, Jüdinnen und Juden, Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangene, Menschen in psychiatrischen Kliniken und Elsässer:innen, die in die Wehrmacht zwangsrekrutiert wurden.

Historische Forschung

Im Rahmen des Projekts wurden Historiker:innen damit beauftragt, offene Forschungsfragen zu beantworten: zu der Deportation der badischen Juden und Jüdinnen nach Gurs und deren Zusammenhang mit der de facto Annexion des Elsass, der Vertreibung der elsässischen jüdischen Bevölkerung sowie zu der Geschichte von Menschengruppen, deren Schicksal mit der Eisenbahnstrecke eng in Verbindung steht.

Kooperationspartner