Die zweitägige wissenschaftliche Tagung widmete sich dem Führerhauptquartier „Tannenberg“ auf dem Kniebis im Nordschwarzwald, das Adolf Hitler vom 27. Juni bis zum 5. Juli 1940 nutzte. In diesen Tagen befand sich ein wesentlicher Teil der nationalsozialistischen Führungsspitze vor Ort. Zugleich wurden die Weichen für die nationalsozialistische Besatzungs- und Verfolgungspolitik in den neu eroberten Gebieten gestellt.

Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, welche politischen Entscheidungen und Verbrechen mit diesem Ort in Verbindung stehen und welche Rolle das Führerhauptquartier für die Okkupationsgeschichte des Elsass spielte. Dabei wurden sowohl die Situation am Oberrhein als auch die Entwicklungen in anderen von Deutschland besetzten Gebieten Europas in den Blick genommen.

Die Tagung brachte Historiker:innrn, Regionalforscher:innen und Gedenkstättenvertreter :innen aus Deutschland und Frankreich zusammen. Vorträge, Diskussionen und eine Führung auf dem Gelände des ehemaligen Führerhauptquartiers ermöglichten einen interdisziplinären Austausch über den aktuellen Forschungsstand und offene Fragen.

Beiträge

Zu den Referent gehörten unter anderem Prof. Dr. Jean-Marc Dreyfus, Dr. Sabine Graf, Dr. Marco Brenneisen, Dr. Heiko Wegmann, Sandra Butsch, Dr. Christiane Walesch-Schneller und Dr. Bernd Hainmüller. Die Beiträge behandelten die Geschichte des Führerhauptquartiers „Tannenberg“, die Okkupationsgeschichte des Elsass, die Deportationen aus Baden, der Pfalz und dem Saarland sowie neue Ansätze der historisch-politischen Bildungsarbeit.

Die Tagung machte deutlich, dass zahlreiche Fragen zur Bedeutung des Führerhauptquartiers „Tannenberg“ und zu den dort diskutierten politischen Entscheidungen weiterhin Gegenstand der Forschung sind.

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